20.Mai.2017 - Einsatz KH-2017-002 und etwas mehr...

Dieses Wochenende war wirklich nicht von Langeweile geprägt: Unwetter, darauf folgendes Hochwasser und die Großübung am ICE-Tunnel forderten unserer Wehr einiges ab.

Aber beginnen wir mit dem Freitag.

Am frühen Nachmittag folgte eine Unwetterwarnung der nächsten. Nachdem gegen 17.00Uhr schon unzählige Wehren im Umkreis im Einsatz waren, erfolgte die Alarmierung der FF Kirchhasel via AlarmApp, um alle Einsatzkräfte ins Gerätehaus zu rufen. Um 17.10Uhr informierte uns die Wehrführung der FF Großkochberg, dass wir uns nach dortigem Starkregen auf einen schnell steigenden Pegel des Haselbachs einstellen müssten. Daraufhin baten wir die Leitstelle um Sirenenalarm, um alle Anwohner vor dem bevorstehenden Hochwasser zu warnen.

Diese Taktik resultierte aus den Erfahrungen der Hochwasser von 2013 und 2014. Zeitgleich begaben sich unsere Kameraden auf Kontrollfahrt durch den Hirschgrund sowie Oberhasel und Kirchhasel, um die Anwohner vor dem drohenden Hochwasser zu warnen, sodass diese rechtzeitig Vorkehrungen treffen konnten. Dieser Voraussicht ist es zu verdanken, dass die Einwohner beim Eintreffen des Wassers so gut es ging gerüstet waren. Aufgrund der Wassermassen, die zu mehreren Überflutungen führten, musste der Hirschgrund für den Verkehr gesperrt werden. Hierzu wurden die FF Kolkwitz sowie FF Catharinau nachalarmiert. Bis zu deren Eintreffen unterstützte uns das LF8/6 der FF Uhlstädt. Dank all dieser Vorkehrungen und der Tatsache, dass die Wassermassen nicht so extrem wie vor einigen Jahren waren, kam es glücklicherweise nicht zu nennenswerten Schäden. Nach der Reinigung der Straße im Hirschgrund durch den Straßenbau-Lastträger konnte selbige gegen 19.45Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden und wir konnten den Rückzug antreten. Gegen 21.15Uhr war der Einsatz für uns an diesem Tag beendet und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.

 

Am Samstagmorgen ging es dann um 05.15Uhr für einige Kameraden der FF Kolkwitz, FF Catharinau und FF Kirchhasel zur Tunnelübung im ICE-Tunnel Masserberg. Nur das wir diesmal nicht als Einsatzkräfte, sondern als zu rettende Personen aktiv sein würden! Nach einer Einweisung durch die Führungskräfte vor Ort bekamen wir einige kosmetische Wunden verpasst und wurden schließlich in den Tunnel geführt. Dort mussten wir nun “auf Rettung warten”, die auch die Aufnahme in das Krankenhaus Saalfeld beinhaltete. Zum ersten Mal standen wir “auf der anderen Seite” und hatten die Chance, einen Einsatz dieses Umfangs aus einer für uns völlig neuen Perspektive zu erfahren. Wir konnten alle Stufen der Übung hautnah verfolgen - vom ersten Angriffstrupp, über die Rettung bis hin zur Betreuung und Versorgung im Krankenhaus. Für uns alle eine tolle Erfahrung! Zusammenfassend war dieses Wochenende definitiv etwas Besonderes - sowohl positiv als auch negativ.

 

Danke an alle Einsatzkräfte.

Danke an alle Organisationen.

 

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